Manchmal muss man einen eigenen Weg gehen. Und manchmal hat man eine Vision, ein Ziel, und ist damit automatisch schon auf dem neuen Weg. Als der Wittgenstein Verlag vor wenigen Jahren gegründet wurde, war genau dies das Ziel: Neue Wege zu gehen. Einen Verlag zu gründen, der sich auf kleine, aber feine Themen, auf Nuancen spezialisiert, die in einem großen Verlag mit festen Programmschienen und lange geplanten Jahresprogrammen nicht möglich sind.

 

Die Wissensvermittlung sollte im Vordergrund stehen, wobei es weniger auf die Forschung, als vielmehr auf Spezialgebiete ankam. Entsprechend bietet der Verlag unter anderem eine Sparte Wissen, aber auch Tipps, Portraits, und mehr über Natur und Wissenschaft, kurz Nischen, auf die sich Menschen spezialisiert haben. Denn nicht nur die großen Dinge sind wichtig. Viele kleine, bemerkenswerte Gedanken und Ideen geben das große Ganze, wie das Leben ein einziger, stetiger Lernprozess, ein stets Sich-weiter-entwickeln ist. Letztendlich dient alles Wissen der Weiterentwicklung des Menschen, wenn es ihn unterhält, ihn dabei inspiriert, ihn nachhaltig beeinflusst, ihn zum Denken, zum Träumen oder gar zum Lachen anregt.

 

Neben Wissen und Unterhaltung war eines der weiteren wichtigen Ziele des Wittgenstein Verlages vor allem, abseits des Mainstreams neue Talente ausfindig zu machen. Doch das geht nur, wenn man gegebenenfalls zwischen den einzelnen Sparten denkt. Und schnell stellten die Macher des Wittgenstein Verlages fest: Abseits des Mainstreams ist ziemlich viel Erstaunliches und Großartiges geboten. Und fühlten sich deshalb bestätigt in ihrer Philosophie, kein Jahresprogramm festzulegen. Jedes Manuskript wird aufmerksam geprüft und was gut und erfolgversprechend ist, hat trotzdem eine Chance - auch wenn es in keine der bisherigen Kategorien passt. Gegebenenfalls wird dann eben eine neue Sparte eröffnet. Dies kommt nicht nur den Autoren entgegen, sondern vor allem den Lesern, da somit die Literaturlandschaft deutlich erweitert wird.

 

 

Noch ist der Wittgenstein Verlag ein kleiner Verlag mit einer überschaubaren Anzahl von Büchern. Aber so richtig groß soll er auch nicht werden. Weil man sich nicht dem Marktdruck beugen will, dem große Verlage ausgesetzt sind. Weil man so rasch und gezielt auf aktuelle Strömungen reagieren und Talente entdecken kann. Und über diese Talente gegebenenfalls sogar selbst neue Strömungen schaffen kann. Dies hat sich bereits nach kurzer Zeit herauskristallisiert. Und so darf man gespannt bleiben auf die Neuerscheinungen im Wittgenstein Verlag, die allesamt eines garantieren: Mehr als nur Wissen.