Auf abfallender Strecke

Der Weg des Nicolas Hauptstein

Eine deutsch-deutsche Geschichte des Berliner Juristen Hauptstein.

Roman von Detlef Sasse

 

381 Seiten

 

 

ISBN: 978-3-944354-42-2

von Detlef Sasse
17,95 € 2

14,80 €

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Ein spannender und lesenswerter Berlin-Justiz-Krimi. Thema ist die Ost-West-Justiz-Karriere des um seine Existenz ringenden Juristen Hauptstein, eines angesehenen Strafrichters am Berliner Landgericht. Mit genauen Kenntnissen der Verhältnisse in der Justiz und mit Rückblenden erzählt der Autor diese deutsch-deutsche Geschichte. Somit ist dieses Buch einzigartig und von großer zeitgeschichtlicher Bedeutung.

 

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Autorenportrait:

Detlef Sasse ist Jahrgang 1941, geboren in Berlin und lebt heute dort mit seiner Familie.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Abschluss mit beiden Staatsexamen und Promotion.

Von 1971 bis 2006 im Justizdienst Berlin, zunächst als Rechtsanwalt, dann als Richter. Zuletzt Vorsitzender einer Strafkammer. Seit Mai 2006 im Ruhestand. Nunmehr ausschließlich tätig als Schriftsteller.

Die Beschäftigung mit bedeutsamen Zufälligkeiten und Menschen mit ihren großen und kleinen Widrigkeiten sind für den Autor ein immer wieder spannendes Thema.

Seit 2006 Plan und Arbeit an der umfangreich angelegten, deutsch-deutschen Geschichte des Juristen Hauptstein.

 

2003 Mitautor des Buches: „Erzähl mir was. Die schönsten Geschichten aus dem Wettbewerb im Tagesspiegel 2003.“

2005 Mit-Autor und Preisträger im Autorenwettbewerb/Kaiserbäder Usedom: „Es geschah in einer Villa.“

2006 Der Erzählband: „Das kurze Glück des Herrn Detlevchen“, erschienen im Herbert Utz Verlag/München.

 

2008 Der Erzählband: „Sternenfänger - Kurzgeschichten und Erzählungen“, erschienen im Verlag Monsenstein und Vannerdat/Münster, Edition Octopus.

 

BUCHRÜCKSEITE

Blitzlichtgewitter und Ende eines Strafprozesses.

Durch einen sonderbaren Verkehrsunfall - war es ein Unglück, war es ein vorsätzlicher Mordanschlag? - wird der in Berlin angesehene Richter Nicolas Hauptstein plötzlich aus seinem Berufs- und Lebenskreis gerissen. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Doch nach und nach hellen sich die Umstände auf und es gelingt dem sorgfältig recherchierenden Kriminalhauptkommissar Ahrensberg das Geschehen um den um sein Leben und seinen Ruf ringenden Richter aufzuklären.

Im Zeitrahmen der ersten Nachkriegsjahre bis in die Jetztzeit erzählt der Autor in Rückblenden und mit genauen Kenntnissen der Verhältnisse der Justiz die deutsch-deutsche Geschichte des Juristen Hauptstein.

Seit seiner frühen Kindheit ist Hauptstein traumatisch verunsichert und in seiner Existenz orientierungslos. Weder zu seinen Eltern, noch zu seinem Umfeld findet der sensible Jugendliche Vertrauen. Allein zu einem Mädchen, seiner Jugendliebe Inga, fühlt er sich hingezogen. Aber sie und auch Ost-Deutschland, das Land, in dem er aufwächst und dem er sich lange eng verbunden fühlt, enttäuschen ihn. Blind für deutlich werdende Veränderungen versucht er mit allen Mitteln seine Liebesbeziehung zu Inga und die Errungenschaften seiner Heimat zu idealisieren und ist sogar bereit, dafür mit allen Mitteln zu kämpfen. Dabei verstrickt er sich in schwere Schuld.

Doch das totalitäre System verschont auch ihn nicht. Nur wenig später wird er zu einer außerordentlich gefahrvollen und schicksalhaften Flucht in den Westen gezwungen.

In einer völlig veränderten Welt findet er dort in seinen Justizberuf und eine neue Liebe und Gefährtin. Aber auch sie verletzt und enttäuscht ihn durch ihre in schwerer Jugendzeit gewonnene, emanzipierte Selbständigkeit. Wie er selbst, bleibt sie in einer entscheidenden Lebenssituation kompromisslos verschlossen.

Ungewöhnliche Umstände konfrontieren Hauptstein mit seiner früheren Schuld. Auch sein Ausweichen tief in den Süden und in ein ganz anderes Leben bleibt nur eine Episode. Er findet zwar neue Menschen, die ihm nahe sind, aber keine Ruhe.

Selbst die klarsichtige Journalistin Caren, die er liebt und heiratet und mit der er viele Jahre zusammen lebt, vermag den Panzer seiner Verschlossenheit nicht aufzubrechen. Als sie eines Tages von seiner vermeindlichen Lebenslüge erfährt, wendet sie sich von ihm ab.

Jetzt holt Hauptstein die Vergangenheit mit ihrer ganzen Wucht ein. Eine letzte Zuflucht, die ihm eine Kollegin und alte Studienfreundin anträgt, weist er zurück.

 

Allein auf sich gestellt, sucht er seinen befreienden Weg.